Green Retail Design – Die grüne Revolution
Der Store wird zum möblierten Botanischen Garten und zum grünen Einkaufserlebnis. Begrünte Wände, begrünte Warenträger und grüne Schaufenster sind im Trend. Mit den vertikalen Gärten des Franzosen Patrick Blanc in der Architektur fing diese Entwicklung an. Die grünen Wände eroberten dann die Innenwände von Shopping Malls und inzwischen sogar die Warenträger, wie zum Beispiel des Duty-Free Shops am Flughafen in Oslo. Cafés, Bars und Restaurants nutzen ebenfalls viel Grün zur kreativen Gestaltung ihrer Räume.

Die grünen Stores wirken beruhigend und stimulierend zugleich auf die Kunden. Das Einkaufserlebnis und die Aufenthaltsdauer werden gesteigert. Der stationäre Handel kann hier entscheidend gegen den Online-Handel punkten. Passend zum grünen Trend ist „Greenery“ von Pantone die Trendfarbe des Jahres 2017 geworden. In Zeiten erhöhter Feinstaubbelastung, Zersiedelung und Klimawandel herrscht die Sehnsucht nach viel Grün, nach großen und üppigen Pflanzen, am besten so dicht wie ein Dschungel.
Concept-Stores, Flagship-Stores und viele großen Brands – sie alle vereint die gekonnte Warenpräsentation und Raumgestaltung mit grünen Pflanzen. Fashion Shows von Dior und Lacoste inszenieren den Catwalk als grüne Oase.

Das neue Storedesign der Apple Stores stellt Bäume mit integrierten Sitzinseln und grüne Wände in den Mittelpunkt. Apple lädt mit dieser neuen Generation von Stores seine Kunden dazu ein unter einem grünen Kronendach die gewünschten Serviceleistungen entspannt zu erhalten.

Stars in der grünen Retail Design Szene sind der japanische Künstler Azuma Makato und das Bureau Betak. Ihre Arbeiten für Lacoste, Dior und Fendi zeugen davon, welche große Kraft Markeninszenierungen und Shows mit Pflanzen entfalten können.

Die grüne Revolution ist nicht zu stoppen – zum Glück! Sie erobert unsere Wohnungen und ist in unseren Häusern angekommen. In Büros und Arbeitswelten helfen die Pflanzen zukünftig verstärkt die Luft zu verbessern und uns entspannter arbeiten zu lassen.

Prof. Philipp Teufel, Februar 2017